Ein Brückerl für 80.000 Euro! Was kostet die Welt?

Die Geschichte ist schon länger aus, dennoch nervt der Umstand der Geldverschwendung. Um 80.000 Euro stellt man einen Keller samt großzügigem Rohbau auf. Wenn ich dann ein Brückerl entdecke, welches um 80.000 Euros nicht vergoldet ist, dann kann ich gar nicht so viel essen, was ich eigentlich kotzen möchte. Wer hat das Geld verdient? Wie viel floss davon wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück und endete nicht in irgendeiner Kapitalinvestition?

Brücke Waldstrape

Brücke Waldstraße

Ergänzung am 7. Juni 2009:

Anlässlich meines heutigen Urnenganges zur EU-Wahl 09, hat mich unser Alt-Bürgermeister Herr Glaser auf diesen Eintrag angesprochen und mir einige erklärende Worte gegeben, die ich hier kommentiere, sodass der Inhalt nachvollziehbar ist.

Freilich war diese Brücke notwendig – ich kannte das Problem, zumal ich in der Waldstraße wohnte und ein paar Überschwemmungen erleben durfte. Doch dies betraf nicht meine Kritik. Mich empört der unverschämt hohe Preis. Jeder Handwerker und Häuslbauer weiß, dass EUR 80.000,- zu viel vom kostbaren Volksvermögen sind, für welches die Menschen wöchentlich 40 Stunden für einen fremden Gewinn Arbeitsleid ertragen müssen und davon ihre Steuern und hohen Abgaben bestreiten. Die Gemeinde verwaltet fremdes Geld treuhändisch, wird für diese Dienstleistung auch entlohnt und ist meiner Auffassung nach verpflichtet, die kostengünstigste Lösung zu finden.

Mir ist schon klar, dass es einzuhaltende Bestimmungen gibt, die den Preis hochjagen sollen, jene ich permanent besonders kritisiere. In Anbetracht der heftigen Wirtschaftskrise, mit Kurzarbeit und Massenentlassungen, muss ich auf den Volksmund verweisen:

„Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral!“

Wenn die Zeiten schlecht sind, dann kann man die Gewinnziele einer Firma Niederndorfer eben nicht erfüllen und muss beginnen eine andere, tauglichere Priorität zu setzen. Die Gemeinde ist für die Bürger und nicht für die ohnehin steuerlich bevorzugten Körperschaften verantwortlich.  Es kann und darf nicht sein, dass Gesetze einer Minderheit massiv nützen und der Mehrheit großen Schaden zufügen, weil dies sowieso verfassungwidrig ist.

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