Trinkwasser in Attnang-Puchheim mit Keimen verseucht

Am 30.08.2010 | 16:28 | berichtete DiePresse.com

Im Wasser ist eine erhöhte Konzentration von coliformen Keimen gemessen worden. Die Bevölkerung wird über eine andere Quelle versorgt. Die Stadt will nun in UV-Anlagen investieren.

Das Trinkwasser von Attnang-Puchheim ist mit coliformen Keimen verseucht. Die Versorgung der Bevölkerung ist auf den Wasserleitungsverband Vöckla-Ager umgestellt worden. Es habe zu keiner Zeit Gefahr für die etwa 9000 Einwohner bestanden, teilte Bürgermeister Peter Groiß (SPÖ) in einer Presseaussendung am Montag mit.

Die Verunreinigung ist bereits am vergangenen Donnerstag bekannt geworden. In einer Probe des Trinkwassers waren coliforme Keime in einer Konzentration von neun bis elf pro 100 Milliliter entdeckt worden. Ab einer Konzentration von mehr als vier pro 100 Milliliter gelte Wasser in Österreich nicht mehr als „genusstauglich“. Das Auftreten müsse nicht zwangsläufig Gesundheitsgefahr bedeuten, dennoch könnten sie auf andere gesundheitsschädigende Erreger hinweisen. Deshalb seien behördlich vorgegebene Maßnahmen einzuleiten, heißt es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

In einem Krisengespräch mit Vertretern aller politischen Parteien sei beschlossen worden, UV-Anlagen anzuschaffen, die auf biologischem Weg eine 100-prozentige Keimfreiheit des Trinkwassers gewährleisten sollen. Der Bürgermeister versicherte, trotz des enormen Schadens und der Installation der UV-Anlagen sei eine Wasserpreiserhöhung auszuschließen.

Quellle: http://diepresse.com

Ein Kommentar zu “Trinkwasser in Attnang-Puchheim mit Keimen verseucht”

  1. mariposa sagt:

    Unser Bürgermeister hat uns über die vorübergehende Umstellung unseres Wassers auf den Wasserleitungsverband Vöckla-Ager informiert, und dass dieses bei weitem kalkhaltiger sei als unser bisheriges Wasser.
    Jetzt in der Praxis erkenne ich erst, was „kalkhaltiger“ bedeutet – und wie rein unsere eigenen Wasservorkommen hier in Alt-Attnang sind. Seit wir das Vöckla-Ager Wasser beziehen ist der Geschirrspüler voller Kalk, das Geschirr voller Flecken und Ränder – und ich kann dieser, für mich unglaublichen Verkalkung nur mit Entkalkungsmitteln entgehen. Wenn ich mir vorstelle, dass die Dauerbezieher des Vöckla-Ager Wasser’s ständig mit dieser Verkalkung zu tun haben und dagegen etwas unternehmen müssen, dann glaubt der, „der böses dabei denkt“, so manches Wasserunternehmen hätte einen Vertrag mit Calgon oder Hesperiden. Ist es wirklich nicht machbar, dass das Wasser bereits vor den Verbrauchern vom Kalk gereinigt wird, damit sich nicht ein jeder separat davor schützen muss. Was bei den Wasserrohren ja irgendwie gar nicht möglich ist, oder doch??

    Ich lerne jetzt erst richtig das Wasser aus unserem eigenen Bereich zu schätzen und freue mich schon jetzt, wenn dieses wieder durch unsere Leitungen fließt.

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