„Zivile Polizei“ beschützt uns vor Pensionistinnen und eventuell ungechipten Kleinhunden!!

Zu meine absoluten Erstaunen, hat mir eine seit 57 Jahren in Attnang-Puchheim lebende, unbescholtene Bürgerin folgendes berichtet:

Am Dienstag, den 26.10.2010 (Nationalfeiertag), zwischen 16 und 17 Uhr war sie mit ihren beiden Kleinhunden unterwegs zur Martinskirche, als ihr vor dem Kirchenbereich ein dunkler Kombi mit zwei Männern auffiel. In ihrem Alter und in dieser doch sehr abgeschiedenen Gegend kam ihr dies sehr seltsam vor, noch dazu, wo einer der Männer sie aufforderte, doch einmal herzukommen. Er fragte sie unverblümt nach ihrem Ausweis, den sie unbedingt kontrollieren möchten/sollten – was bei besagter Dame jetzt wirklich Verwirrung auslöste. Weder führt sie einen Ausweis bei ihrem Hundespaziergang mit sich, noch verstand sie, warum ausgerechnet sie ein geeignetes Opfer dieser Überprüfung werden sollte/musste. Sie fragte, warum sie den Ausweis überhaupt sehen wollen. Worauf ihr einer der „Beamten“ (was ja eigentlich noch gar nicht geklärt ist) einen Ausweis vors Gesicht hielt, offensichtlich um seine Legitimation für dieses Vorgehen zu unterstreichen. Um welchen Ausweis es sich gehandelt hat, wer die Herren waren und von welcher Stelle berufen, ist jedoch vollkommen unklar, zumal eine Dame dieses Alters ohne Brille keine Möglichkeit hat, sich von der Richtigkeit zu überzeugen. Wer hat schon seine Brille beim Spaziergang mit, so er diese nur zum Lesen benötigt? Und hätte sie doch lesen können, was auf dem Ausweis steht, so wäre es für sie unmöglich gewesen (wie sie mir sagte) zu erkennen, ob es sich um einen echten oder eine Fälschung handelt. Oder wurden Sie schon irgendwann einmal darüber aufgeklärt und darin eingewiesen, wie unsere Polizeiausweise aussehen und woran man die Echtheit derselben erkennen kann – ich noch niemals!

Die sich selbst bezeichneden Polizisten fragten, ob die Hunde, die sie mit sich führte, denn auch gechipt seien, was die Rentnerin bejahte. Daraufhin wollte man die Ausweise sehen, in denen die Chipung der beiden Hunde eingetragen sind. Wer seinen Personalausweis und seine Lesebrille nicht auf Schritt und Tritt mit sich führt, der hat auch die kennzeichnungspflichtigen Chip-Ausweispapiere nicht bei sich – aber davon wollte sich die beiden „ausgebildeten“ Männer vermutlich noch separiert überzeugen. Dann erfolgte eine forsche Zurechtweisung, warum die Hunde denn nicht an der Leine wären, und dass dies jetzt 15,00 Euro kosten würde. So manch ein „Beamter“ muss sich dann doch von so manchem restlos überzeugen, denn wer, wie oben erwähnt Ausweis, Brille und Hundechipausweis nicht mit sich führt, der wird am Feiertag vermutlich auch kein Geld mit sich herum tragen.

Jetzt war es jedoch auch mit der Ruhe der Pensionistin vorbei und sie entrüstete sich, warum hier bei der Martinskirche sinnloseste Personalkontrollen durchgeführt werden, wo es doch so viele andere Menschen gäbe, bei denen man nach dem Rechten schauen sollte. Die Männer antworteten, sie wären hier an Ort und Stelle, nur um Jugendliche zu kontrollieren (wie wunderbar, sich an den Schwächsten unserer Gesellschaft mit bedrohlichem Verhalten zu vergreifen – wie ja am umgekehrten Beispiel der Rentnerin sehr eindeutig ersichtlich). Wo sollen denn unsere Jungen hin, wenn ihnen kein Platz erlaubt wird, an dem sie sich ungestört aufhalten dürfen?

Diese Farce endete mit der Großzügigkeit, zu der die Beamten fähig sein können – sie meinten, weil heute ein Feiertag sie, könnten sie von der angedrohten  15,00 Euro Strafe (wobei die Dame vermutet, diese wären für die fehlenden Ausweispapiere fällig gewesen) absehen und man ließ die verwirrte und sehr aufgebrachte Rentnerin von dannen ziehen.

Somit können wir nur vermuten, ob unsere Steuergelder zu unserer Sicherheit auf das Beste investiert sind – wenngleich inspiriert von den Praktiken unserer Verspekulations-Banken in Österreich – nach dem Motto: wir finden mit Sicherheit immer jemanden, den wir abzocken können. Egal wie weit hergeholt die Vorwürfe auch sein mögen, am Ende findet sich immer ein Gesetz, ein Beamter, ein Richter usw., der irgendeine Verfehlung oder einen Gesetzesbruch beim künftigen „Zahler und Schuldigen“ oder dem „bürgenden Bürger“ finden wird.

Wie viele dieser dubiosen Kontrollierer gibt es denn bitte in Attnang-Puchheim? Sind wir als Bevölkerung schon alle irgendeiner bereits begangenen oder noch zukünftigen Straftat derart verdächtig, dass wir davon nichts wissen dürfen?

Wer waren diese Männer, die eine ernste Gefahr in Jugendlichen, Rentnerinnen und ungechipten Hunden erkennen, und diese erbarmungslos verfolgen?

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