Grundlagen zum Thema „Sparen“

Dieser Kommentar war von mir via Facebook an Sandra:

Wenn ein Staat oder eine Gemeinde spart, dann können entweder die Einnahmen erhöht, oder die Ausgaben vermindert werden; dazu ein fiktives Beispiel aus Palermo:

Wenn ich bei schönem Wetter mit 3,82 Euro in die Stadt gehe, um mir ein Leberkässemmerl und einen Liter Milch zu kaufen, so entstünde der potentielle Mehrwert „Leberkässemmerl plus 1l Milch“. Leider hielt das Wetter nicht und es begann ganz stark zu regnen, ich wurde pitschnass und das überflüssige Regenwasser floss über den verpflichtend zu tragenden Regenwasserzähler in die Kanalisation. Diesen Vorgang hat einer der neuen privaten Überwachungssheriffs beobachtet, weshalb die ebenfalls neue Palermo-Regenwasser-Gebühr (€3,82 pro m³) schlagend wurde. Der private, willfährige und durch nichts legitimierte Schnüffler hat jedoch das Recht mir die mitgebrachten € 3,82 abzunehmen und die Pflicht, das Geld an die Falschmünzer-Gemeinde Palermo weiterzuleiten. Der Pate aus Palermo zahlt damit die Bürgerüberwachungsfirma, bestimmte freundlich gesinnte Gewinnmaximierungsunternehmen im Umkreis und die unzähligen privaten Banken.

Der Metzger kann seine Angestellten und Lieferanten nicht mehr bezahlen, die Milch wird sauer, der Leberkäse verdirbt und das Semmerl wird hart. Der Wasserzähler-Installateur, der Wasserzählerkonzern und eine Hand voll profitierender Hansln sind mit der Gemeinde Palermo vollends zufrieden. Der Gemeinderat Palermos darf vor seinen ewig zur Kassa gebetenen „Bürgen“ (auch Bürger genannt) prächtig glänzen.

An dieser frei erfundenen Geschichte ist zu erkennen, dass „mehr Nehmen“ kein Sparen, sondern eine latente Inflation ist und ein Konjunktureinbruch ohne Mehrwert sein muss. Ein Doppeljob ist doch auch kein Sparkonzept, sondern eine Einnahmenmaximierung zu Lasten der persönlichen und familiären Freizeit. Ohne Mehreinkünfte kann der Pflichtzahler nur seinen Lebensstandard verschlechtern, was auch nicht mit dem Sparen gleichzusetzen ist, denn gezahlt wird mit abgegebener Daseinsqualität.

Dieses „Hütchenspiel ohne Kugel“ haben die „Bürgen“ aus Palermo verstanden, weshalb sie sich organisierten und gegen diese für sie nutzlose Wegelagerei erfolgreich protestierten. Die Paten aus Palermo verloren ihre dreisten Schutzgeld-Einkünfte, weshalb wichtige Sanierungs- und Sozialmaßnahmen erlagen, die „Bürgen“ verarmten, Jugendliche delinquent, Väter zu Bankräubern, Buslinien eingestellt und Cross-Border-Leasing Verträge abgeschlossen wurden; letztere wieder nur dazu dienten, um das dem Mangel ausgesetzte Geld der Steuerzahler per Zwang an jene Elite zu transferieren, die vor lauter aggressivem Eigentum schon erstickt und maßgeblich für das „Pyramidenspiel mit Nachschuldnerzwang“, auf Schönsprech auch Währungskrise genannt, verantwortlich ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deflation#Reduktion_der_Staatsausgaben

Fazit: Wenn der Staat und seine hierarchisch ermächtigten Derivate (bspw. Gemeinden) sparen, dann töten sie eindeutig den Wohlstand. Mir ist aber immer noch nicht klar, warum menschliche Artgenossen sich das antun (lassen).

Dazu ein Zitat von Sir Karl Popper: „Die Minimierung von Leid ist ungleich wichtiger, als die Vermehrung des Glücks ohnedies Glücklicher!“

Quelle

2 Kommentare zu “Grundlagen zum Thema „Sparen“”

  1. Arkanoid sagt:

    Ha, ich musste den Text zweimal lesen bis ich ihn verstand. In unserer Gemeinde läuft das auch so und wir Bürgen können uns nicht helfen.

    Wasser wird vergoldet.

  2. Pimmel sagt:

    Hhah Langweilig

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